Donnerstag, 30. September 2010

Rösler will Vorkasse für gesetzlich Versicherte

Eine von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) angedachte Vorkasse für gesetzliche Versicherte wird von Kritikern abgelehnt. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD Karl Lauterbach befürchtete heute in einer Sendung von PHOENIX LIVE aus dem Bundestag „Verhältnisse wie in den USA, wenn Rösler seine Pläne verwirkliche. Es würde dann zu einer Drei-Klassen-Medizin kommen, so Lauterbach im PHOENIX-Interview.

Verteidigt wurden die Rösler-Vorkasse-Pläne von der gesuindheitsplitischen Sprecherin der FDP, Ulrike Flach. Sie bezeichnete das Vorkasse-Modell als „sozial ausgeglichen“ Flach wörtlich: "Das Instrument der Vorkasse soll gängiger gemacht werden, für die Menschen, die überprüfen wollen, was der Arzt mit dem Versicherten macht".

Montag, 27. September 2010

Hartz IV-Regelsätze: Taschenspielertricks helfen den Betroffenen nicht

Als "krumme Tour" bezeichnete der Präsident des SozialVerbandes Deutschland (SoVD), Adolf Bauer,die Neuberechnung der Hartz IV-Sätze durch die schwarz-gelbe Bundesregierung. Wie heute bekannt wurde, sollen Hartz IV-Empfänger lediglich 5 EURO mehr monatlich erhalten. Betroffen von der Emntscheidung der Merkel-Regierung sind auch viele chronisch Kranke

SoVD-Präsdident Bauer betonte heute, die von der Bundesregierung geplante Neuberechnung der Hartz IV-Sätze sei ein Griff in die Trickkiste: Künftig sollen nur die untersten 15 Prozent der Einkommensbezieher anstatt wie bisher die untersten 20 Prozent als Vergleichsgröße einbezogen werden. Für die betroffenen Menschen und ihre Familien sei das eine bittere Enttäuschung.

Die Ankündigung, man müsste die Hartz IV-Sätze von Kindern eigentlich noch weiter senken, sei "geradezu unglaublich", so Bauer. Damit zeigten die Verantwortlichen
ausgerechnet im Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung
ein enorm hohes Maß an Zynismus.

Dienstag, 14. September 2010

Zitat des Tages: Sozialsparen ist wie bittere Medizin

Zitat des Taged: Der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke aus Krefeld verteidigte heute die Kürzungen im Soziakbereich mit folgendem Satz:

"Es ist wie eine bittere Medizin. Man muss sie regelmäßig einnehmen"

Die rheinische Frihnatur hat entweder zuviel Spoerl gelesen - oder "nächt nor einen wänzegen Schlock" Feuerzangenbowle gesüffelt. Das Original-Zital bei Spoerk senior - Professor Crey, dem Schauz, in (unter)selbige(n) gelegt:

"Met der Schole est es wie met der Medizin. Sä moß better schmecken, sonst nötzt sä nächts."

mein Rezept: Politiker wie Fricke sollten diese Sparmedizin selbst einnehmen - als Dauermedikation, mindestens dreimal täglich (ohne mit Feuerzangenbowle nachzuspülen"

Norbert Maas