Freitag, 7. Januar 2011

Bedingungsloses Grundeinkommen statt Hartz IV, Arbeitslosengeld und Rente

Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger in Höhe von 1.500 EURO pro Monat fordert Susanne Wiest, eine Tagesmutter aus Greifswald. Ersetzen würde dieses viel diskutierte System im wesentlichen alle Sozialleistungen wie Hartz IV, Arbeitslosengeld und Rente.

Die 45jährige Aktivistin, die keiner politischen Partei angehört, hat es mit ihrer Idee bis in den Petitionsausschuss des Bundestages gebracht. Für die Zulassung zur Anhörung im Petitionsausschuss sind mindestens 50.000 Unterstützer der Petition nötig.

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist nicht zu verwechseln mit dem "Liberalen Bürgergeld", dessen Auszahlung an Bedingungen geknüpft ist.

Wer nach dem BGE-Modell von Susanne Wiest mehr Geld möchte, kann es durch Erwerbsarbeit hinzuverdienen. Ein großer Vorteil des BGE wäre der Wegfall von Bedürfigkeitsprüfungen. Mega-Infrastrukturen mit Verwaltungs-Wasserköpfen, die derzeit im sozialen System benötigt werden udn bezahlt werden müssen, würden wegfallen: Arbeitsämter und Jobcenter wären ebenso entbehrlich wie die Rentenversuicherungsanstalten.

Nach dem Wiest-BGE-Modell wäre grundsätzlich ein Mehrbedarf über das Grundeinkommen hinaus - zum Beispiel durch Krankheit oder Behinderung bedingt möglich; das müsste dannbeantragt und nachgewiesen werden.

In einer Umfrage der MDR-Talkshow "Unter uns", in der Susanne Wiest heute kurz ihr Modell vorstellte, wurde die Frage an die Zuschauer gestellt, wer bei einem solchen Grundweinkommen noch arbeiten gehenn würde. Das nicht repräsentative Ergebnis: 62 Prozent meldetten sich und sagten: Ja, ich würde auch mit diesem Grundeinkommen noch arbeiten gehen; 38 Prozent meinten, das Grundeinkommen würde ihnen genügen.

Jos

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