Dienstag, 10. Mai 2011

HEK-Versicherung will teure ältere Mitglieder abwimmeln

Abwimmeln will möglicherweise die Hanseatische Krankenkasse Hamburg (HEK) ältere Mitglieder der pleite gegangenen gesetzlichen Krankenkasse City BKK. Unter fadenscheinigen Gründen will die HEK den älteren und damit wirtschaftlich eher belastenden Teil der rund 140.000 City BKK möglichst nicht aufnehmen. Das berichtete die Financial Times in ihrer deutschen Ausgabe.


Nach Informationen der Zeitung wird älteren Mitgliedern der City BKK von der HEK-Service-Hotline nahegelegt, sich stattdessen nach einem Versicherer aus der Gruppe der Betriebskrankenkassen, zu der auch die City BKK gehört, umzuschauen. Als Begründung wird angegeben, für eine Mitgliedschaft bei der HEK müssten zunächst die Rabattverträge mit den Arzneimittelherstellern überprüft werden.

Zudem müsse ein möglicherweise ungünstigeres neues Gutachten über die Pflegestufe erstellt werden. Auch könne der Wechsel ziemlich lange dauern. Die Hamburger Verbraucherschutzzentrale hat die HEK wegen des Vorwurfs, statt der teuren alten und kranken Mitglieder nur junge und gesunde haben zu wollen, schon länger im Visier, so der  Leiter für Patientenschutz, Christoph Kranich gegenüber der Financial Times. Kranich wörtlich: „Dieses Verhalten muss rechtlich geprüft werden - moralisch ist es auf jeden Fall nicht in Ordnung.“

Die HEK weist die Vorwürfe zurück, räumt aber ein, dass es „im Einzelfall zu missverständlichen Äußerungen gekommen sein“ könnte, sagte der stellvertretende Vorsitzende, Torsten Kafka. 

Jos

Montag, 9. Mai 2011

SoVD fordert sofortige Wiederherstellung der Parität in der GKV

Der SoVD fordert die Wiederherstellung der paritätischen Beitragsentrichtung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Außerdem forderte SoVD-Präsident Adolf Bauer heute müsse das Sachleistungsprinzip uneingeschränkt gewährleistet werden. Mit diesen Forderungen bezog der Sozialverband Deutschland Stellung zur heutigen Beratung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages über die Eingabe "Beibehaltung der vollständigen Beitragsfinanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Bauer betonte, die Petition sei ein Spiegelbild des wachsenden Unmutes der Patienten und Versicherten über die einseitigen Belastungen der unsozialen Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Sowohl das Einführen der einkommensunabhängigen Zusatzbeiträge als auch das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge bedeuten nach Ansicht des SoVD einen Bruch des Solidarprinzips..

Das medizinische Versorgungsniveau dürfe nicht weiter auf Kosten sozial Benachteiligter absinken.

Jos