Mittwoch, 30. November 2011

Caritas-Motto 2012
Armut macht krank
"Wir haben eine Zwei- bis Dreiklassenmedizin"

"Wer arm ist, wird in Deutschland häufiger chronisch krank, stirbt früher und erhält oft eine scvhlechte Gesundheitsversorgung". Das kritisiert der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Peter Neher. Das Jahresbuch des katholischen Sozialverbandes steht 2012 unter dme Motto "Armut macht krank".

Der Caritas-Präsident stellt fest: "Wir haben mindestens eine Zwei-, wenn nicht sogar eine Dreiklassenmedizin in Deutschland.

Sein Verband setze sich für eine „nachhaltige Gesundheitsreform“ ein, bei der auch schwierige Fragen wie Prioritätensetzung und gerechte Verteilung von medizinischen Leistungen diskutiert werden müssten. Zudem gehe es um den Kampf gegen die sozialen Ursachen von Krankheit.

Neher: „Gegen Einsamkeit und ein Leben am Rande helfen keine Pillen.“ Er  betonte, dass bessere Bildungschancen Wege aus der Armut bahnen und damit zu einer besseren Gesundheit beitragen könnten.

jos / Quelle: kna
 

Dienstag, 29. November 2011

Konzernfinanzierte Studie "50 plus" macht Lust aufs lebenslange Schuften
"Glücklich und zufrieden" arbeiten dürfen bis 70?

Glaubt man einer Studie "50 plus", die gestern in Berlin vorgestellt wurde, dann sind wir unso glücklicher und zufriedener je älter wir werden. Auch im Rentenalter sind wir selbstverständlich topfit und - wir würden gern bis mindestens 68 arbeiten. Erfährt man dann aber, dass diese Studie von Großunternehmen wie BP und RWE bezahlt wurde, kommen leise Zweifel an der Aussagekraft der Studie auf.

Montag, 28. November 2011

50 Jahre nach dem Contergan-Skandal:
Opfer fordern "endlich Schmerzensgeld" von Grünenthal
und Entschuldigungen vom Hersteller sowie von Politik und Justiz

Heute vor 50 Jahren, am 27. November 1961, wurde das Schlafmittel "Contergan" vom Markt genommen. Die Opfer des Contergan-Skandals fordern Schmerzensgeld und eine Entschuldigung sowohl der Herstellerfirma Grünenthal als auch der Bundesregierung und der Justiz. Am vergangenen Wovchenende demonstrierten rund 200 Menschen in Berlin und übergaben eine entsprechende Petition im Bundeskanzleramt.

Freitag, 25. November 2011

Keine Satire
Philosophischer Dampfplauderer Richard David Precht
fordert im ZDF ein Jahr Zwangsarbeit für Senioren


Er ist immer für eine provokative, den Verkauf seiner Bücher pushenden Unsinn gut gut: Der philosophische Hans Dampf in allen Gassen und Talk-Dauergast Richard David Precht. Heute schaffte es der Sunnyboy der Populärwissemschaft mal  wieder: Zur Geisterstunde forderte er in der ZDF-Talkrunde mit Markus Lanz bierernst das Pflicht-Sozialjahr für Senioren. Wer demnächst die Rente mit 70 erlebt, so Precht, solle dann erst mal ein Jährchen  für die Gesellschaft schuften - natürlich unter Lohnverzicht. Nicht freiwillig. Wer nicht mitmacht, darf mit Rentenkürzung oder -entzug rechnen, wenn es nach dem nassforschen stylischen  Philosophie Yuppie geht.

Montag, 7. November 2011

Einhellige Kritik an Regierungsplänen zur Finanzierung der Pflege
"An Pflegeriester verdienen nur die Versicherungen"
"Demenzkranke und Chroniker werden weiter benachteiligt"

Die Pflegepläne der Regierungskoalition Koalition stoßen bei der Opposition im Bundestag und bei den Sozialverbänden auf einhellige Ablehnung. Union und FDP wollen zum 1. Januar 2013 den Beitragssatz um 0,1 Prozentpunkte anheben. Die Mehreinnahmen von 1,1 Milliarden Euro sollen vor allem der Pflege von Demenzkranken zugute kommen. Während die Deutsche Hospiz Stiftung, die Regierungspläne als "Flucht vor der Verantwortung.“ bezeichnete, rechnete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vor, dass allein für die notwendige Einbeziehung von Demenzkranken 3,6 Milliarden Euro nötig sind.