Dienstag, 3. Januar 2012

Zyniker des Tages: Frank-Jürgen Weise
"Qualität der Arbeitsplätze nicht immer existenzsichernd"

Frank-J. Weise Foto: BA
Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, erwähnt "nebenbei" bei der Vorstellung der neuen Arbeitsmarktzahlen in der TAGESSCHAU:
"... dass die Qualität der Entwicklung  der versicherungspflichtigen Arbeitsplätze nicht immer existenzsichernd ist."  

Statistik und Realität

Wieder einmal wurden Jubel-Arbeitsmarktzahlen verkündet. Und wieder einmal wird - sowohl von der Bundesagentur für Arbeit als auch von der Bundesarbeitsministerin von der Leyen unter den politischen Teppich gekehrt, dass die nachfolgen Gruppen wurden auch in der diesjährigen Statistik nicht erfasst werden:
  1.  Krank geschriebene, Bezieher von Kranken- oder Verletztengeld
  2. Ein Euro Jobber
  3. Bürgerarbeiter
  4. Ü 58, wenn sie länger als ein Jahr kein Stellenangebot von der Arge bekommen haben
  5. „Opfer“ privater Arbeitsvermittler
  6. Mini-, Midi-, Teilzeitjobber, sofern sie mehr als 15 Std./Woche arbeiten
  7. Vollzeitbeschäftigte, die aufstocken müssen
  8. Alleinerziehende, wenn sie keinen Betreuungsplatz für die Kinder finden
  9. Menschen, die Angehörige pflegen
  10. „Opfer“ der Maßnahmenträger-Beschäftigungstherapien wie Weiterbildungen, Übungsfirmen, Bewerbungs-trainings, diverser Aufbewahranstalten wie Ü 50-Projekte, Toys Company etc.
  11. Die „stille Reserve“, die sich wegen zu hohen Einkommens der BG-Mitglieder, Vermögens, das erst verbraucht werden muss oder weggeekelt von SBs nicht mehr arbeitslos melden
  12. Diejenigen, die einen Antrag auf medizinische Reha oder Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt haben
  13. Alle, die die 58iger Regelung unterschrieben haben
  14. Selbstständige Aufstocker
  15. Gesperrte/Vollsanktionierte Arbeitslose
  16. Schüler, Studenten und Schulabgänger, die eine Ausbildungsstelle suchen
  17. Arbeitserlaubnispflichtige Ausländer und deren Familienangehörigen sowie Asylbewerber ohne Leistungsbezug
  18. Erwerbslose in schulischer Umschulung
  19. Restliche Teilnehmer der früher möglichen 58er Regelung
  20. Praktikanten, Gratisarbeiter privater Firmen 
Unter Einbeziehung dieser Tatsachen erweisen sich die von der Politik vorgelegten Zahlen bestenfalls als Makulatur.

Quelle: Rentner-News




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